Donnerstag, Juni 22, 2006

Nachruf


Farinelli
Sommer 1996-Sommer 2006


Das Vieh stirbt, die Freunde sterben,
Endlich stirbt man selbst;
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
Welcher sich guten gewann.


Der Gründer des Hasatru-Kultes wird bei seinen Jünger unvergessen bleiben.

Montag, Mai 15, 2006

Hásatrú TV-Tipp: Das Kaninchen auf ARTE

Das Kaninchen

ARTE zeigt heute, Montag, den 15. Mai um 19.00 Uhr [edit: Wiederholungen 23.05.2006 um 17:20, 27.05.2006 um 09:55], in der Reihe Tiergeschichten:

Folge 1: Das Kaninchen

Im Mittelpunkt des ersten Teils der Doku-Reihe steht das auf den ersten Blick harmlose Kaninchen. Durch seine enorme Anpassungsfähigkeit und seine ausgeprägte Fortpflanzungsfreudigkeit wurde das Nagetier in vielen Landstrichen im Laufe der Geschichte immer wieder zur Plage.

Die gefährlichsten Tiere sind nicht unbedingt die, von denen man es vermutet. So hat ein völlig harmlos wirkendes Tier - das Kaninchen - mehr Schaden verursacht als alle Wölfe und Tiger zusammen. In einem weit gespannten historischen Überblick zeigt der erste Teil der Doku-Reihe, was Kaninchen von den Balearen über England bis nach Australien alles angerichtet haben. Um sein Überleben zu sichern, verfügt der Nager über eine unfehlbare Waffe, seine Fortpflanzungsfreudigkeit. Vermutlich symbolisierte das Kaninchen aus diesem Grund im Mittelalter auch das weibliche Geschlechtsteil, während sein Vetter, der Hase, für Homosexualität stand. Belege für das muntere Treiben der Kaninchen finden sich auf alten Amphoren und in Randszenen von Gemälden ebenso wie auf den Schenkeln der Venus und unter den Röcken der Jungfrau Maria. Erzählt wird auch der "soziale Abstieg" des Tieres, das von Adligen gejagt und von Bauern gewildert wurde. Erzählt wird auch der "soziale Abstieg" des Tieres, das von Adligen gejagt und von Bauern gewildert wurde. Als Leckerbissen landete es auf den Tafeln der Könige und diente in der Zeit der industriellen Revolution als selbst gezüchtete Proletarierkost.


Wir wünschen gute Unterhaltung! Herzlichen Dank an Kurt für den Hinweis.

(Und morgen: Folge 2: Der Bär)

Sonntag, Mai 14, 2006

Hasenkult an Amanita's Lagerfeuer

Viele Menschen entdecken mittlerweile auf ihrer spirituellen Suche den Alten Hasenglauben. So widmet Igor Warnecks Website Amanita.de bereits seit einigen Jahren dem Hasenkult ein eigenes Forum. Auch wenn die dortige Herangehensweise an die hasische Tradition eine ganz andere ist als die unsere, freuen wir uns natürlich über dieses kongeniale Engagement und wünschen den Amanitern auf diesem Wege ein fröhliches Hasenheil!

Freitag, Mai 12, 2006

Hans Stucken: Das Seidhr Handbuch

Als Inbegriff nordisch-schmanischer Magie hätte natürlich ein Hase auf dem Titelbild erscheinen sollen, kein Pferd. Troth dieses kleinen Mangels wünschen wir Hans natürlich viel Erfolg mit seinem Buch, daher sei hier ein bißchen Werbung gestattet:


Das Seidhr Handbuch
Eine Einführung

von Hans Stucken

seidhr-handbuch

EUR 15,80
Broschiert - Verlag Daniel Junker
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2006
116 Seiten
ISBN: 3-938432-04-7


Kurzbeschreibung

Seidhr – ein magisches Wort aus alten Zeiten.
Es bezeichnet die magischen und schamanischen Praktiken der Germanen oder das, was viele dafür halten. Aber jenseits aller esoterischen Fantasien zeichnet der Autor Hans Stucken in diesem Buch ein realistisches und modernes Bild des Seidhr.
Dafür setzt er sich im ersten Teil mit den historischen Überlieferungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesem Thema auseinander und läßt seine, über die Jahre erworbene praktische Erfahrung in die Entwicklung eines Modells für eine neue Seidhr-Kultur einfließen.
Ein spannender Weg für den, der den Mut hat, ihn zu beschreiten.


Zu beziehen ist das Werk über Amazon, überall im Buchhandel, oder direkt beim Verlag.

Donnerstag, Mai 11, 2006

Hasen-Malwettbewerb: die Bilder sind da!

Endlich online: die Hasenbilder des angekündigten Wettbewerbs für Kinder. Danke an Peter für's Scannen!

Zum Anschauen in groß, einfach anklicken...

Hase 1

Hase 2

Hase 3

Hase 4

Hase 5

Hase 6

Wir finden: alles Gewinner. Herzlichen Dank an die Teilnehmer!

Mittwoch, April 12, 2006

Hasen in Hollywood: Angry Alien Productions

Film-Klassiker in 30 Sekunden - nachgespielt von Hasen.

www.angryalien.com

Heidnischer Hasenkult lebt wieder auf

Hásatrú lebt! Beweisfotos (Ostarafest 2006):


Kultistin in traditioneller Gewandung


Hohepriester Ingmar gibt eine Lektion in Hasenmeditation


Der Große Allhasagode mit einem seiner Anhänger

Schamhaare und Strafanzeigen

Osterhasen-News von GardenStone:

In der niederländischer Stadt wo ich geboren bin, lange
gewohnt habe und auch gearbeitet habe, widmen sich jetzt
auch eine kleine Gruppe Leuten der Ostara.
Sie entwickelten ein einzigartiges Ostara-Ritual:

Dazu gehen quer durch die Stadt auf der Suche nach
Osterhasen. Ihre Absicht dabei ist Haare dieser Wesen zu
sammeln, und zwar nicht einfach Haare........ oh nein, sie
nennen sich:

Die Osterhasenschamhaarsammler.




Hier noch etwas, stand heute in meiner Zeitung:

Strafanzeige gegen den Osterhasen

Dresden.
Mit einer Aktion will der Berliner Künstler Karl-Friedrich
Lentze auf die gesundheitlichen Gefahren des Osterfests
aufmerksam machen: Wie ein Sprecher der Dresdner
Staatsanwaltschaft gestern mitteilte, stellte er Strafanzeige
gegen den Osterhasen wegen Verdachts der schweren
Körperverletzung in Verbindung mit besonderer Heimtücke zur
Befriedigung seiner niedersten Instinkte.
Der Künstler habe erklärt, dass der Osterhase jedes Jahr
gewaltige Mengen an gut getarnten Cholesterin- und
Kalorienbomben verteile. Es seien harmlos aussehende Eier,
manchmal mit Alkohol gefüllt. Dieser Hase mache "uns also
ganz bewusst süchtig", hieß es weiter. Er sei ein
sadistischer Überzeugungstäter, der die Sehnsucht des
Menschen nach Süßem und Buntem skrupellos ausnutze. Die
Folge seien Herzinfarkte, Fettleibigkeit und Schlaganfälle.
Ein Großteil der Menschheit werde vernichtet.

Quelle: Taunuszeitung, Mittwoch, 12. April 2006, Seite 32

Samstag, April 01, 2006

Hásaleggia - eine altgermanische Heilmagie

Schon Axel Olrik hatte auf diese volkskundlich wichtige Stelle in Þóralfr Þáttr hingewiesen, einer altnordischen Quelle, die ihrer vermeintlich späten Entstehungszeit wegen allerdings nur wenig Wertschätzung in der akademischen Forschung genießt. Daß die dort unter dem Namen Þóralfr auftretende Figur eine rein christlich gefärbte Travestie angeblich heidnischen Priestertums ist, steht ihrer offensichtlichen Lächerlichkeit wegen zwar außer Zweifel, aber dennoch stellt sich im Licht neuer Erkenntnisse die Frage, ob das dort beschriebene "hásaleggia" nicht ein völlig unterbewerteter Beleg für eine authentische, altgermanische Heilmagie ist.

Dafür spricht vor allem, daß Carl von Linné in seinem Expeditionsbericht in die saamischen Gegenden (Lappländische Reise, 1747) ein Heilritual der Saami schildert, das ganz offensichtliche Ähnlichkeiten zu dem "hásaleggia" des Þóralfr aufweist: Ein männliches Mitglied des Haushaltes hat auf die Jagd nach einem Schneehasen zu gehen, muß diesen aber lebend fangen und unversehrt nach Hause bringen, wo das Tier äußerst ehrfürchtig und zärtlich behandelt wird. Dieser lebende Hase wird sodann dem Kranken an der Stelle aufgelegt, die ihm Schmerzen bereitet, und während dieser rituellen Handlung intonieren die versammelten Verwandten dreimal den lauten Ruf "Farinelli". Danach wird das Tier unversehrt wieder in die Freiheit entlassen.

Bereits Emile von der Tirpa hat glaubhaft gemacht, dass die Anrufung "Farinelli" nichts anderes als ein von dem Schweden Linné nicht mehr verstandenes altnordisches "Fár in hel(i)" ist, also die Aufforderung an den Hasen, in die Jenseitswelt zu reisen, um die Krankheit des Patienten dort zu "deponieren" und ihn so davon zu befreien.

Die Methode, Krankheiten aus dem Menschen herauszuziehen, sie auf einen Gegenstand oder ein Tier zu übertragen, ist nicht nur bei den Germanen (so z.B. bei dem "Wurmsegen"), sondern auch weltweit in schamanischen und anderen Heilungsritualen belegt und führt uns tief in indoeuropäische Zusammenhänge, hier vor allem in die erstmals aus hethitischen Quellen belegten Riten des "Sündenbocks", der auch in den Kontext des Alten Testaments übernommen wurde. Die aber - und ihre Ursprünge in einem magischen Weltbild - sind so offensichtlich, dass es ihrer Erörterung hier nicht wirklich bedarf.

Viel bemerkenswerter ist, daß im Zuge zunehmenden Quellenstudiums heidnische HeilpraktikerInnen seit neuestem gezielt mit dieser Methode experimentiert haben. Auslöser dafür war die Überlegung, dass man damit nichts falsch machen konnte, da jegliche riskante Nebenwirkungen ausgeschlossen schienen und das "Hasenauflegen" im schlimmsten Fall wirkungslos bleiben würde. Die Auswertungsergebnisse der Studie liegen nun vor, und sie sind erstaunlich: In 70 Prozent der Fälle erfolgte nachweislich eine vollständige Genesung des Patienten. Dabei hatte man sich zudem noch die Freiheit genommen, nicht auf den skandinavischen Schneehasen, sondern auf hierzulande handelsübliche Zwergkaninchen zurückgegriffen zu haben. Verblüffend bei all dem ist die Erkenntnis, daß die Methode nicht nur bei einfachen muskulären Verspannungsleiden, sondern auch bei rheumatischen und sogar organischen Beschwerden meßbare Wirkung zeigte. Die Möglichkeit eines Placebo-Effekts wurde dadurch minimiert, dass parallel dazu eine Kontrollgruppe von Patienten mit identischen Beschwerden durch "Dackelauflegen" behandelt wurde, was seltsamerweise konträre Wirkungen zeigte: Ausnahmslos sabberten die so Behandelten danach durch unkontrollierten Speichelfluss die Befragungsbögen voll und brachten ihre Erfahrungswerte in einem für das Kontrollpersonal kaum noch verständlichen kläffenden Sprachduktus vor. Dadurch aufs höchste alarmiert bestand die Klinikleitung auf sofortiger Auflösung der Dackelgruppe, deren Teilnehmer danach unverzüglich in effektive Therapien eingegliedert wurden. Die Hasengruppe dagegen blieb von solchen Rückschlägen gänzlich verschont. Abgesehen von den meßbaren Heilungserfolgen berichteten alle Teilnehmer zudem von einem diffusen Empfinden "gesteigerter Harmonie und hasigem Weltverständnis" - ein Phänomen, das man momentan durch genaue Befragung noch näher zu ergründen versucht, da vor allem der Begriff "hasiges Weltverständnis" noch philosophischer Untermauerung bedarf.

Diskutiert wird momentan vor allem noch, wie notwendig der dreifache Ausruf "Farinelli" bei der Behandlung ist, und ob dessen Unterlassung möglicherweise für die 30 Prozent der Nichtgeheilten verantwortlich ist. Diese Frage soll in einer erneuten Reihenuntersuchung evaluiert werden, fällt aber möglicherweise zu sehr in den magisch-religiösen Komplex, um empirisch verwertbare Ergebnisse zu liefern.

Insgesamt ist das aber schon jetzt eine gute Nachricht für Kaninchenhalter. Denn sie besitzen damit möglicherweise eine Art Rundum-Allheilmittel für verschiedenste gesundheitliche Beschwerden, ohne das bisher geahnt zu haben. Man lege sich das handliche Tierchen bei entsprechenden Beschwerden einfach auf, und die Chancen für einen Heilungserfolg scheinen nicht schlecht zu stehen. Die Mechanismen dabei sind nach wie vor völlig unklar und entziehen sich jedem bisherigen Erklärungsversuch. Die vorläufigen Ergebnisse aber sprechen für sich ("wer heilt, hat Recht") und könnten eine weitere Erklärung für die alte Erkenntnis liefern, daß der Hase in der germanischen Welt ein eher geheimnisvolles "Tabu-Tier" gewesen zu sein scheint.

Dienstag, März 21, 2006

Frohe Ostara!

Das Hasatru-Team wünscht allen Hasentreuen ein frohes Frühlingsfest und viele viele bunte Eier!

Und wir bitten um etwas Geduld, währen wir unsere Seiten noch aufbauen und konfigurieren... Bis dahin alles Gute & die Göttin der Morgenröte mit Euch!

Dienstag, März 07, 2006

Hasen-Malwettbewerb für Kinder


Hallo Leute,

ab sofort startet ein Malwettbewerb fuer Kinder.
Als Motiv bitte nur Hasen malen, allein oder im Feld und so weiter.

Von den eingesandten Bilder, bekommen die ersten 10 Einsender ein kleines Dankeschoen.

Und wenn die Zeit gekommen ist, werden die Bilder [hier unter hasatru.de] ins Web gestellt.


Näheres hier